Die Wettbewerbe
Wir möchten Ihnen hier die Disziplinen vorstellen, in denen sich unser Rennwagen im Rahmen der Formula Student Wettbewerbe mit denen anderer Studenten messen muss.
Zunächst einmal unterscheidet man dabei die statischen und die dynamischen Events:
statische Events
Die statischen Events stellen gleichzeitig die Vorraussetzung für die dynamischen Events dar. Nur das Team, welches alle statischen Events erfolgreich bestanden hat, darf an den Dynamischen teilnehmen.
Die erste Hürde, welche dabei zu nehmen ist, ist die technische Abnahme des Wagens, das Scruteneering. Dabei werden alle sicherheitsrelevanten Teile des Fahrzeugs einer ausgiebigen Begutachtung durch Fachleute unterzogen. Nur wenige Teams bestehen das Scruteneering beim ersten Versuch, meist müssen noch kleine oder sogar größere Veränderungen vorgenommen werden. Im Rahmen der technischen Abnahme muss zudem bewiesen werden, dass die Konstruktion des Wagens es dem Fahrer erlaubt, innerhalb von 5 Sekunden das Fahrzeug sicher zu verlassen.
Als nächstes Event nach bestandenem Scruteneering steht der Noise-Test auf dem Programm. Hierbei darf der Motor das erste Mal gestartet werden. Ziel dieses Events ist es, zu überprüfen ob eine Lautstärke von maximal 110 dB eingehalten wird, andererseits heißt es nachbessern.
Das erste Event, bei dem das Fahrzeug bewegt werden darf, ist der Brake-Test. Dabei wird der Wagen auf etwa 30 - 40 km/h beschleunigt um dann eine Vollbremsung zu absolvieren, wobei möglichst alle 4 Räder gleichzeitig blockieren sollten.
Ist auch diese Hürde geschafft, gilt es noch den Letzten der statischen Events, den Tilt-Table-Test zu meistern. Dabei wird der Wagen auf einer Plattform nacheinander um 60° zu beiden Seiten geneigt, wobei keines der Räder den Bodenkontakt verlieren darf.
Nun besitzt der Wagen die Vorraussetzung zur Teilnahme an den dynamischen Events in Form von Aufklebern auf der Karosserie.
dynamische Events
Auch die dynamischen Events umfassen 4 Disziplinen. Die erste davon ist das sogenannte Skid-Pad. Hier müssen die Wagen einen Achterkurs auf Zeit absolvieren. Dieser Test zielt vor allem auf die Konstruktion und Auslegung des Fahrwerks ab, jedoch ist aufgrund des sehr engen Kurses auch fahrerisches Können gefragt.
Weiter geht es mit dem Acceleration-Event. Hierbei geht es um die Beschleunigung des Wagens, ähnlich eines Viertel-Meile-Rennens. Neben schierer Motorleistung ist jedoch auch die Traktion und die Schaltung sehr entscheidet für gute Zeiten und damit eine hohe Punktzahl.
Als nächstes Event steht nun der Auto-Cross an. Auch hier geht es wieder darum, eine möglichst gute Rundenzeit auf dem abgesteckten Kurs einzufahren.
Der Auto-Cross stellt jedoch nur die Generalprobe für die darauffolgende Königsdisziplin, den Endurance dar. Bei diesem Event muss - wiederum auf einem abgesteckten Kurs - eine Strecke von insgesamt rund 22 km verteilt auf 27 Runden absolviert werden. Vorgeschrieben ist außerdem nach der Hälfte der Runden ein Fahrerwechsel in maximal 3 Minuten. Anschließend muss der Wagen ohne äußere Hilfe wieder anspringen, und den Rest der Strecke absolvieren. Neben der Gesamtzeit über alle Runden zählt bei diesem Event auch die Economy, also der Spritverbrauch des Wagens.
Erfahrungsgemäß fallen bei diesem Event die meisten Teams aus.












